Deutsch-russische Kooperation - Grundlagen

Untersuchungen mit intensiven Lichtquellen ermöglichen Studien an der Spitze der Forschung in vielen Bereichen der Wissenschaft sowie zu Anwendungsfeldern wie Schlüsseltechnologien und Lebenswissenschaften. Besondere Bedeutung als Lichtquellen haben Teilchenbeschleuniger, da sie ein breites Spektrum an Energien, Pulsformen und Raten abdecken. In Deutschland und Russland haben die Entwicklung dieser Lichtquellen und die Untersuchungen, die damit möglich sind, eine lange Tradition.

Am 15.10.2007 vereinbarten das Bundesministerium für Bildung und Forschung der Bundesrepublik Deutschland und das vom Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Russischen Föderation diese Knowhow gemeinsam weiterzuentwickeln. Das Abkommen steht unter dem Dach der Gemeinsamen Erklärung der Bundesrepublik Deutschland und der Russischen Föderation über die strategische Partnerschaft auf dem Gebiet der Bildung, Forschung und Innovation vom 11.04.2005 (weitere Informationen finden Sie hier). Thematische Schwerpunkte sind die Forschung mit Photonen in den Lebens-, Material- und Nanowissenschaften sowie die Entwicklung von Lichtquellen und verwandter Beschleunigertechnologie. Es wird ergänzt durch das Ioffe-Röntgen-Institut, eine Kooperation des DESY in Hamburg und des Kurchatov-Instituts in Moskau.

Beide Länder setzen diese Vereinbarung durch die Finanzierung von gemeinsamen Projekten um. Eine thematische Erweiterung um Neutronenquellen, deren Strahleigenschaften komplementär zu Photonenquellen sind, wurde in 2014 vorgenommen.